Woran misst man die Qualität eines Zaunpfahls?

Woran misst man die Qualität eines Zaunpfahls? DURAPost Woran misst man die Qualität eines Zaunpfahls? Woran misst man die Qualität eines Zaunpfahls? Woran misst man die Qualität eines Zaunpfahls?

Der Pfahl ist das wichtigste Element des Zauns, weshalb man ihn sorgfältig aussuchen sollte. Vier Faktoren beeinflussen seine Qualität: die Auswahl und die Trocknung der Stämme, die Holzart und die Imprägnierung. Worauf muss man beim Kauf von Zaunpfählen achten, und was sollte man vermeiden?

Antworten gibt’s hier.

Sorgfältig ausgewähltes Holz

Bei der Planung eines Koppelzauns werden die Höhe, der Abstand zwischen den Pfählen und die Anzahl Querriegel bestimmt. Die Höhe des Zauns und der Durchmesser der Pfähle beeinflussen die Auswahl der Rundhölzer. Diejenigen, die zu kurz sind oder deren Durchmesser nicht passt, werden ausgesondert.

Hölzer mit hoher Abholzigkeit – also, mit großer Differenz zwischen dem oberen und unteren Durchmesser – eignen sich nicht für Zaunpfähle, da ein fachgerechtes Schälen unmöglich ist. Nur der dickste Teil des Stammes würde geschält werden.

Unternehmen, die wie Peter Müller auf Holzverarbeitung spezialisiert sind, verfügen über computergesteuerte Sortiermaschinen. Diese messen die Stämme automatisch aus und sortieren sie nach den Maßen, die im Vorhinein festgehalten wurden.

20 % Holzfeuchtigkeit bei trockenen Stämmen

Bei ihrer Ankunft im Produktionswerk sind die Rundhölzer im waldfrischen Zustand. Das bedeutet, dass die Holzfeuchtigkeit bei rund 60 % liegt. Die Zellen sind also voller Wasser und eine Imprägnierung unmöglich. Dank fachgerechter Trocknung wird die Holzfeuchtigkeit auf 20 % reduziert. Die Zellen haben sich geleert, und die Imprägnierung kann starten. Durch die Trocknung haben sich außerdem Mikrorisse im Holz gebildet, wodurch das Produkt besser eindringen kann.

Im Freien beträgt die Mindesttrockenzeit 3 Monate. Die Firma Peter Müller besitzt eine industrielle Trocknungsanlage, wodurch die Trocknungszeit auf 1 Woche reduziert wird. Außerdem ist die Trocknung in einer solchen Anlage viel regelmäßiger.

Die Holzart muss dem Pfahltyp entsprechen

Bevor man eine Holzart aussucht, sollte man sich für eine Pfahlform entscheiden – geschält, gefräst, viereckig. Diese Information ist extrem wichtig, da nicht jedes Holz für jede Form geeignet ist.

Jeder Baumstamm besteht aus 2 Schichten. Außen liegt das Splintholz, der aktive Teil des Baumes. Es handelt sich um ein weiches Holz, durch das der Baum mit Saft versorgt wird. Innen befindet sich das härtere Kernholz. Je nach Holzart ist die Splintholzschicht mehr oder weniger dick. Bei Kiefern ist der Splintholzanteil relativ hoch, wohingegen Fichten nur eine dünne Schicht besitzen.

Wo liegt jetzt der Zusammenhang zwischen Splintholz, Pfahltyp und Qualität? Splintholz ist der Teil des Stammes, der sich zur Imprägnierung eignet. Das Kernholz ist dafür zu hart. Bei geschälten Pfählen ist eine niedriger Splintholzanteil ausreichend. Im Gegensatz dazu benötigen gefräste und viereckige Pfähle eine dickere Schicht Splintholz, da ein Teil des Holzes entfernt wird – durchschnittlich 40 % - um einen regelmäßig runden Pfahl herzustellen. Aus diesem Grund werden auch die Hölzer mit zu hoher Abholzigkeit von Anfang an aussortiert.

Tropische Hölzer sind zwar teurer als einheimische Arten, bieten aber eine hervorragende Lösung für Zaunbesitzer, die keine Imprägnierung wünschen. Im natürlichen Zustand beträgt ihre Lebensdauer 25 Jahre.

Imprägnierung: mit Teeröl oder Salzen?

Man unterscheidet 2 Arten von Imprägnierung – je nach Nutzungsbereich der Pfähle. Eine Teerölimprägnierung eignet sich besonders für Koppelzäune, da die Pferde nur selten den Pfählen knabbern. Mit einer solchen Imprägnierung erreicht man Standzeiten von 15 bis 20 Jahren. Teeröl kann aber Hautreizungen hervorrufen, weshalb man Hautkontakt vermeiden sollte. Pfähle mit Teerölimprägnierung sind also für Longierzirkel ungeeignet. Hier empfehlen sich chromfreie Salze (olivgrün) oder Salzfarbe (braun). Bei einer solchen Imprägnierung beträgt die Lebensdauer 7 bis 10 Jahre.

Peter Müller hat eine Zwischenlösung entwickelt, die die Lebensdauer von salzimprägnierten Pfählen bedeutend verlängert. Dafür wird der untere Teil des Pfahles in ein Teerölbad getunkt. Der perfekte Kompromiss, da die Haut nicht mit dem Teeröl in Kontakt tritt und der empfindlichste Teil des Pfahls, die Kontaktzone mit Gras, optimal geschützt ist.

Fazit

Welcher Pfahl zu Ihrem Zaun passt hängt also von vielen Faktoren ab. Deshalb ist eine detaillierte Planung von Anfang an besonders wichtig. Nur so können der passende Pfahltyp, die Imprägnierung, die Länge, der Durchmesser und die Holzart ermittelt werden. Bei Peter Müller findet die Beratung direkt beim Kunden statt. So können wir uns persönlich ein Bild der Situation des zukünftigen Koppelzauns machen. Außerdem ist eine fachgerechte Fertigung, u.a. in puncto Auswahl, Trocknung und Imprägnierung unumgänglich, um die Lebensdauer der DURAPost Pfähle zu optimieren.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns unverbindlich.