Luftdichtheit

Luftdichtheit schützt Bausubstanz

Eine ausreichende Luftdichtheit der Gebäude ist eine grundlegende Forderung, die ohne Wenn und Aber erfüllt werden muss.

Die Luftdichtigkeit ist eine Qualitätsanforderung und gehört in professionelle Hände.

Undichtigkeiten der Gebäudehülle führen zu Wärmeverlusten, Zuglufterscheinungen sowie Tauwasserrisiko in Außenwänden und Dach. Vor nach außen wandernder Raumluftfeuchte aus Nutzungsprozessen (z.B. Kochen, Waschen, Duschen, Atmen) werden die Außenbauteile durch die Luftdichtheitsschicht geschützt.

Die Sicherheit der drei Ebenen

Im diffusionsoffenen Holzrahmenbau mit seinem typischen Schichtenaufbau gibt es drei für den Wärme- und Feuchteschutz wichtige Ebenen:

  • Die Winddichtung: Sie liegt außen vor der Wärmedämmschicht. Sie schützt diese vor Durchströmung mit Aussenluft und damit gegen Auskühlung und  Wärmeverluste.
  • Die Dampfbremse: Sie liegt innen vor der Dämmschicht. Sie schützt die Konstruktion vor Wasserdampfdiffusion und verhindert Tauwasser im Bauteil.
  • Die Luftdichtheitsschicht: Sie liegt ebenfalls innen vor der Dämmschicht und schützt die Gebäudehülle  vor direkt einströmender Raumluft und der damit verbundenen Tauwassergefahr. Außerdem verhindert sie Zuglufterscheinungen in den Räumen.

Der Blower Door-Test gibt Sicherheit

Der Blower Door-Test ist als Standardverfahren zur Messung der Luftdichtheit und Ortung von Leckagen anerkannt. Er sollte durchgeführt werden, solange Leckagen noch geschlossen werden können, also vor dem Anbringen der Beplankung oder Einbringen von Estrichen.

Tipp: Der Blower Door-Test ist ein wirkungsvolles Instrument, das Haus zukunftssicher und wertbeständig zu machen. Ein Qualitätsargument – auch gegenüber der Bank.

 

Peter Müller erreichte im Juni 2010 einen rekordverdächtigen Wert von n50 = 0.23 beim Blower Door Test in einem Holzrahmenbau in Blegny!